Offizielles Produktbild des Commodore 77: gelbes Breadbin-Gehäuse, schwarze Tastatur, Metallplatte und vier gelbe Funktionstasten

C77 // FUTURE LAB // 2027

77 MHz.
Was bauen wir daraus?

Der Commodore 77 ist mehr als eine auffällige Sonderedition. Der größere FPGA und das angekündigte Tempo öffnen eine reizvolle Frage: Wie müsste Software aussehen, die diesen Rechner nicht nur unterstützt, sondern sichtbar ausreizt?

Offizielles Produktbild: © 2026 Commodore International Corporation / CD PROJEKT RED

STATUS: KONZEPTPHASEHARDWARE: AUSLIEFERUNG FRÜH 2027 ANGEKÜNDIGTZIEL: EIGENE SOFTWARE

Verifiziert / Stand 27.08.2026

Was offiziell feststeht

SYS 77

Commodore beschreibt den C77 als erste Sonderedition des Commodore 64 Ultimate, entwickelt mit CD PROJEKT RED. Die folgenden Angaben stammen aus der offiziellen Ankündigung – nicht aus Wunschlisten oder Foren.

77 MHz

Angekündigte Spitze

Commodore stellt eine Geschwindigkeit von bis zu 77 MHz in Aussicht. Zugleich bleibt die hohe C64-Kompatibilität ein erklärtes Ziel.

100T

Größerer Artix-7

Im C77 arbeitet ein AMD Artix XC7A100T. Der reguläre Commodore 64 Ultimate verwendet laut Commodore den kleineren 50T.

99,9%+

C64-Kompatibilität

Angekündigt ist die Kompatibilität mit mehr als 10.000 bestehenden C64-Spielen und alten wie neuen Peripheriegeräten.

2027

Frühe Auslieferung

Der Start der Auslieferung ist für Anfang 2027 angekündigt. Preis der Vorbestellung: 377 US-Dollar.

Wichtig: „Bis zu 77 MHz“ ist eine Herstellerankündigung. Welche Turbo-Register, Firmware-Schnittstellen und stabilen Taktstufen die Seriengeräte tatsächlich anbieten, muss nach der Auslieferung auf echter Hardware geprüft werden.
Offizielles Produktbild des Commodore 77 aus schräger Draufsicht mit angepassten Tastenbeschriftungen und gebürsteter Metallfläche
Offizielles Produktbild © Commodore / CD PROJEKT RED · Vorserienabbildung, finale Details können sich ändern.

Interface / sichtbar angepasst

Die Tastatur erzählt bereits eine Geschichte.

Das Grundraster erinnert an den C64, doch die Beschriftung ist konsequent in die Welt von Night City übersetzt. Auf den offiziellen Bildern sind unter anderem DAEMON, PURGE ORIGIN, INJECT/WIPE, REBOOT, EXECUTE und ALTER zu lesen.

Rechts sitzt eine gebürstete Metallfläche mit vier großen gelben Tasten. Dazu kommen das künstlich gealterte Gehäuse, eine türkis leuchtende Statusanzeige und farbige LEDs im transparenten Unterteil. Das wirkt weniger wie ein Museumsstück – und mehr wie ein Terminal, das nach eigener Software verlangt.

Messstand 01 / eigene Entwicklung

1 MHz ist unsere Nullinie.

RUN 0001
Labor-77-Benchmark auf einem C64 ohne Turbo mit Messwerten für Speicher, Bildaufbau, Farb-RAM, Ton, Wegsuche und REU
Eigener Labor-77-Testlauf · C64-Modus ohne Turbo · Screenshot: Marcel / Retro-Modern

INPUT: C64 // TURBO: OFF // BASELINE: LOCKED

Eine Messstrecke statt Bauchgefühl.

Der erste Lauf arbeitet bewusst im C64-Modus ohne Turbo. Nach der Eichung zählt die Routine zwei Sekunden lang typische Aufgaben: Speicherseiten kopieren, Daten entpacken, Bild und Farb-RAM aufbauen, Ton mischen, Wege suchen und Daten aus der REU holen.

Später läuft derselbe Parcours auf dem vorhandenen Ultimate 64, dem Turbo Chameleon 64 und schließlich auf dem C77. So wird aus „schneller“ ein sichtbarer, reproduzierbarer Vergleich – und aus einer Spieleidee ein echtes Laborprojekt.

Zur Anzeige: Die 48-MHz-Zeile ist eine Vergleichsmarke der Routine. Der gezeigte Lauf selbst meldet eindeutig „C64, kein Turbo“ und ist noch kein C77-Ergebnis.
  1. 01
    C64 · 1 MHzBaseline erfasst
  2. 10
    SuperCPU · 20 MHzTechnikproben erfasst
  3. 11
    Ultimate 64 · TurboNächster Vergleich
  4. 100
    TC64 · 6510-TurboKompatibilitäts- und Leistungstest offen
  5. 101
    Commodore 77 · bis 77 MHzZiel nach Auslieferung

Messstand 02 / SuperCPU 20 MHz

20 MHz öffnen den Korridor.

RUN 0010

Zwei kleine Routinen markieren die nächste Stufe zwischen der 1-MHz-Baseline und dem späteren C77: eine sichtbare Geometrieprobe und ein Rechner-im-Rechner-Test. Keine Hochrechnung, sondern echte Bildschirmwerte des aktuellen 20-MHz-Laufs.

SuperCPU-Techniktest POLYGON mit einem gefüllten grauen Würfel und dem Messwert 102 Bilder in zwei Sekunden
Eigener Techniktest · SuperCPU 20 MHz · Screenshot: Marcel / Retro-Modern

POLYGON // FILLED CUBE

102 Bilder in 2 Sekunden

Ein gefüllter Würfel ist noch kein Cyberspace – aber eine saubere Probe für Bildaufbau, Flächen und reproduzierbare Renderzeit. Genau daraus kann später ein Korridor aus ICE-Strukturen werden.

SuperCPU-Techniktest NETZ, bei dem ein emulierter 6502 in 100 Rasterbildern 188 Gastläufe und 564000 emulierte Takte pro Sekunde erreicht
Eigener Techniktest · SuperCPU 20 MHz · Screenshot: Marcel / Retro-Modern

NETZ // RECHNER IM RECHNER

188 Gastläufe / 100 Rasterbilder

Ein 6502 bildet einen 6502 nach. Die Routine meldet 564.000 emulierte Takte je Sekunde. Die eingeblendeten 985.248 Takte sind ihre C64-Referenzmarke – kein gemessener C77-Wert.

Früher BREACH-Spielbildschirm mit dem Knoten ARASAKA Tür 4, Hexdaten, ICE-Status und den Befehlen Mine, Spoof, Ghost und Icepick
BREACH · erster Systembildschirm · Screenshot: Marcel / Retro-Modern

BREACH / erster Systemkontakt

Aus Messcode wird Spielcode.

BREACH existiert nicht mehr nur als Überschrift. Der erste Systembildschirm übersetzt die Laboridee bereits in eine lesbare Hacker-Situation.

Der Knoten ARASAKA / TÜR 4 zeigt Hexdaten, ICE über 71 Zellen, eine offene Tür und eine Spur von 22 Prozent. Darunter liegen die Werkzeuge: Mine, Spoof, Ghost und Icepick – plus Execute, Inject und Wipe.

Damit schließen sich die drei Ebenen: POLYGON prüft sichtbare Geometrie, NETZ prüft Rechenlogik im Rechner und BREACH macht daraus eine Spielhandlung. Der spätere C77-Modus soll diese Basis nicht ersetzen, sondern sichtbar erweitern.

NODE: ARASAKA/4DOOR: OPENTRACE: 22%
BREACH-Werkstattdatei öffnen →

Retro-Modern / mögliche Projekte

Drei Wege ins Netz

IDEAS READY.
01

Favorit / erster Systembildschirm steht

BREACH ’77

Ein Netrunner-Hacking-Spiel, in dem Rechenleistung nicht nur eine technische Zahl ist – sondern deine Überlebenszeit. Der erste Terminal-Prototyp ist im Labor bereits sichtbar.

Du jackst dich in ein fremdes System ein. Black ICE nimmt die Verfolgung auf. Vor dir wächst ein prozedural erzeugter Vektorkorridor aus Knoten, Firewalls und Datenfallen. Je schneller du analysierst, hackst und umleitest, desto länger bleibt der Abstand zum Verfolger.

Zum spielbaren Prototyp und Werkstattstand

1 MHz

Kompatibler Basismodus mit reduzierter Darstellung – der klassische C64 bleibt Teil des Designs.

Turbo

Mehr Geometrie, größere Sichtweite, dichtere ICE-Strukturen und flüssigere Bewegung.

77 MHz

Der volle Showcase-Modus: Die zusätzliche Rechenzeit wird auf dem Bildschirm unmittelbar sichtbar.

02 / Arcade-Showcase

Neon Grid Racer

Ein Lichtzyklen- und Fluchtspiel über einem Wireframe-Grid. Bildrate, Sichtweite und Komplexität skalieren mit dem aktiven Takt – ideal als sofort verständlicher Vorher-nachher-Effekt.

  • Wireframe
  • Tempo
  • Highscore

03 / FABULA Spin-off

Cyberspace Nodes

FABULAs Raum- und Skriptlogik bleibt, die gemalten Räume weichen einem Vektor-Renderer. Aus „Nimm / Öffne / Benutze“ werden „Hacke / Umgehe / Entschlüssle“.

  • FABULA
  • Vektor
  • Story

Machbarkeit / erst messen, dann versprechen

Der Takt muss Teil des Designs werden.

Ultimate-64-Systeme besitzen programmierbare Turbo-Steuerung; bestehende Demos zeigen bereits 48-MHz-Code. Für den C77 ist aber noch nicht dokumentiert, ob dieselben Register und Einstellungen unverändert bis 77 MHz reichen.

  1. 01
    Hardware sauber erkennen

    Normale C64-, Ultimate- und C77-Pfade müssen eindeutig unterschieden werden.

  2. 02
    Turbo explizit freigeben

    Der schnelle Modus darf nie vorausgesetzt werden; ein stabiler 1-MHz-Pfad bleibt Pflicht.

  3. 03
    VIC und I/O respektieren

    Mehr CPU-Zeit macht Video- und Bus-Timing nicht automatisch beliebig schnell.

  4. 04
    Auf Serienhardware testen

    Erst reale Messwerte entscheiden, welche der Ideen ein Spiel und welche nur ein Experiment wird.

Offizielle Szene mit Commodore 77, Monitor, Joysticks und beleuchtetem Schreibtisch im Cyberpunk-Stil
Offizielles Produktbild © Commodore / CD PROJEKT RED

Fortsetzung folgt

Vom Konzept zur echten Diskette.

Bis zur Hardware-Auslieferung bleibt Zeit für Renderer-Prototypen, Taktmessungen auf dem vorhandenen Ultimate 64 und dem Turbo Chameleon 64 sowie die Frage, welches Konzept wirklich trägt. Diese Seite wird zum Entwicklungslog, sobald aus Ideen Code wird.

Retro-Modern ist nicht mit Commodore International Corporation oder CD PROJEKT RED verbunden. Commodore, Cyberpunk und Cyberpunk 2077 sind Marken ihrer jeweiligen Rechteinhaber. Die Produktbilder stammen aus der offiziellen Commodore-Ankündigung und werden hier zur redaktionellen Berichterstattung verwendet.

Quellen & Technik